Modellregion Vorarlberg, Restaurant Johann, (c) Udo Mittelberger

Covid-19 Beauftragte

Gemäß Corona-Schutzmaßnahmen-Verordnung müssen touristische Betriebe ab einer gewissen Größe über eine/n Covid-19-Beauftragte/n verfügen. Aktuell (Stand April 2021) gilt das für Betriebe mit mehr als 50 Arbeitnehmern, mehr als 50 Sitzplätzen in der Gastronomie und Veranstaltungen mit mehr als 10 Personen.

Wir empfehlen aber, in jedem touristischen Betrieb in Vorarlberg, einen Covid-19-Beauftragten zu benennen. Als touristischer Betrieb werden alle Kategorien der Beherbergung, Gastronomie, Seilbahnunternehmen, Skischulen und Tourismusorganisationen definiert.

Für die Bestellung zum Covid-19-Beauftragten sind keine vertieften Vorkenntnisse erforderlich! Unternehmer*innen können sich selbst, eine/n Mitarbeiter*in oder externe Beauftragte bestellen. Wichtig ist, dass die/der Covid-19-Beauftragte mit dem Betrieb vertraut ist.

Die Aufgaben der/des Covid-19 Beauftragten:
  • Analyse der Risikobereiche im jeweiligen Betrieb
  • Ausarbeitung und Umsetzung eines Hygiene- und Präventionskonzepts
  • Regelungen für Maßnahmen zur Gäste-Kontakterhebung
  • Zuständig für Hygiene-Schulung der Mitarbeiter/innen inkl. Unterweisungsnachweis
  • Regelung zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion
  • Ansprechpartner für Mitarbeiter/innen und Auskunftsperson für Gäste und Behörden
Ein/e Covid-19-Beauftragte/r ist Teil des Hygiene- und Präventionskonzepts

Im Zuge des Hygiene- und Präventionskonzepts steht dem Betrieb als Hilfestellung eine eigens ausgearbeitete Checkliste mit Maßnahmenvorschlägen für die einzelnen Betriebsbereiche zur Verfügung. In dieser Checkliste werden auch die Funktion des “Covid-19 Beauftragten” angeführt und die  Zuständigkeiten definiert. Das Formular ist vom Covid-19 Beauftragten zu unterschreiben.

Sowohl die Bestätigung zur Bestellung des Covid-19 Beauftragten als auch das ausgearbeitete Hygiene- und Präventionskonzept ist vom Betrieb bei Aufforderung vorzuweisen. Die Einhaltung der Bestimmungen wird von den Bezirkshauptmannschaften stichprobenartig kontrolliert.

FAQ zum Covid-19-Beauftragten

Ist eine spezielle Ausbildung oder ein Zertifikat als Covid-19 Beauftragter notwendig?

Nein, es sind keine Vorkenntnisse oder spezifische Ausbildung erforderlich. Es steht  den Unternehmern frei, sich selbst, Mitarbeiter oder einen externen Beauftragten zu bestellen. Die/der Covid-19-Beauftragte sollte mit dem Betrieb vertraut sein.

Muss die/der Covid-19-Beauftragte bei einer Behörde gemeldet werden?

Nein, die/der Covid-19-Beauftragte muss nirgends gemeldet werden. Im Hygiene- und Präventionskonzept werden der vom Betrieb bestellte Covid-19-Beauftragte angeführt und seine Zuständigkeiten definiert. Die/Der Covid-19 Beauftragte unterschreibt das Hygiene- und Präventionskonzept. Sowohl die Bestätigung zur Bestellung eines Covid-19 Beauftragten als auch das ausgearbeitete Hygiene- und Präventionskonzept sind vom Betrieb bei Aufforderung vorzuweisen.

Muss die/der Covid-19-Beauftragte dauerhaft vor Ort im Betrieb sein ?

Die/Der Covid-19-Beauftragte muss nicht dauerhaft vor Ort, aber telefonisch erreichbar sein. Sie/Er ist Ansprechperson für Mitarbeiter, Gäste und Behörden. Bei längeren Abwesenheiten wie beispielsweise Urlaub empfiehlt sich eine Vertretung.

Kann ein/e Covid-19-Beauftragte/r auch für mehrere Betriebe zuständig sein?

Ja, ein/e Covid-19-Beauftragte/r kann auch für mehrere Betriebe und Standorte zuständig sein. Es steht den Unternehmern frei, sich selbst, Mitarbeiter oder eine externe Beauftragte zu bestellen. Die/Der Covid-19-Beauftragte sollte mit dem Betrieb vertraut sein.

Kann die/der Covid-19-Beauftragte haftbar gemacht werden?

Die/Der Covid-19-Beauftragte ist im Auftrag des Unternehmens/der Geschäftsführung in beratender Funktion tätig. Sofern die/der Beauftragte nicht zumindest grob fahrlässig handelt, haftet nicht die beauftragte Person, sondern der Betrieb.

Was ist unter Risikoanalyse und -bewertung zu verstehen?

Bei einer Risikoanalyse im Rahmen der Erstellung eines Hygiene- und Präventionskonzepts ist es hilfreich, die in der Checkliste angeführten Punkte mit der Fragestellung „Was wäre, wenn…“ zu hinterfragen. Daraus ergibt sich das unternehmensspezifische Risiko.
Bei der Risikobewertung geht es darum, den Eintritt eines möglichen Ereignisses und dessen Auswirkung darzustellen, um Schutzmaßnahmen treffen und das Risiko einer Infektion reduzieren zu können.
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